Soziodrama "Die Stadt mit Juden"

Sa, 4. Dezember 2021, von 10:00 bis 18:00 Uhr}}
Jerusalemkirche, Schäferkampsallee 36, 20357 Hamburg
Anmeldung bis spätestens 28.11.2021 unter:
info supervision-blickweiten.de

Warum und Was?

Terroranschläge auf Synagogen, Leben mit dem Summton ständiger Bedrohung oder subtiler Ausgrenzung, Hadern mit eigener Hilflosigkeit statt Eingreifen, Auseinandersetzungen mit ererbten Ängsten oder Schuldgefühlen, die oft nicht zu uns, der Gegenwartsgeneration gehören – dies und vieles mehr kann das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Deutschen blockieren und den Blick auf gemeinsame Handlungsmöglichkeiten versperren.
Ausgehend von Hugo Bettauers nahezu hellseherischen »Die Stadt ohne Juden. Roman vom Übermorgen« aus dem Wien von 1922 kann eine ferne und doch irgendwie nahe Wirklichkeit nachempfunden werden. Sie sind eingeladen zu künstlerischer, kreativer Begegnung, die es möglich macht, sich selbst und das Gegenüber neu zu erleben. In der spielerischen Begegnung öffnen sich besondere Sprach- und Spielräume, in denen auch heikle, sonst eher tabuisierte Themen zu Wort kommen. In spontanen, professionell angeleiteten Improvisationen können im Schutz von fiktiven Rollen gesellschaftlich wirksame Haltungen beispielhaft erlebt und anschließend gemeinsam darüber laut nachgedacht werden.

Wie?

Soziodrama ist eine szenisch-kreative Methode, bei der eine Gruppe gemeinsam und unter Anleitung eines entsprechend geschulten Regisseurs ein Thema mit Improvisation und Rollenspiel erarbeitet, um eigene Haltungen zu reflektieren und neue Handlungsvisionen zu entwickeln. Heute ist Soziodrama, mit dessen Hilfe man gesellschaftliche Konflikte auf die Bühne bringt, sehr aktuell und
gefragt.

Wir:

Jutta Heppekausen, Psychodramatikerin und Theaterpädagogin
Julia Solovieva, Autorin, Theaterpädagogin und Psychodramatikerin
Hans-Christoph Goßmann, Pastor der Jerusalem-Gemeinde zu Hamburg, Leiter der Jerusalem-Akademie.
Evgeni Mestetschkin, Theaterregisseur und Leiter der iact schauspielschule für film und theater
Eingeladen sind auch jüdische Bürgerinnen und Bürger aus unseren Projekten, die heute in Deutschland leben und unterschiedliches "Jüdisch-Sein" in sich tragen.

Die Veranstaltung wird nach 3 G – Regeln durchgeführt: Geimpft – Genesen – Getestet,
Maskenpflicht bei Bewegung im Raum und Abstand